Christkindgestalten

![]()

![]()

![]()

- Foto - Christkind in Schlierbach bei Lindenfels mit einem langärmeligen, auf der Brust mit geometrischen Mustern besticktem, Frauenhemd. Vier Prunkschürzen bilden den Rock. Auf dem Kopf eine Krone aus künstlichen Blumen mit zahlreichen farbigen Trachtenbändern die das Gesicht unsichtbar machen.
- Foto - Christkind in Ellenbach bei Fürth mit Körbchen, Rute und Schelle. Vor dem Gesicht ein Schultertuch der alten Tracht
- Foto - Christkind in Mittershausen bei Heppenheim mit einer Kette aus bunten Glasperlen, die um einen alten Strohhut gelegt wurden. Vor dem Gesicht ein farbiges Trachtenschultertuch als Schleier. In der Hand eine Weiderute. Noch früher trug das Christkind die Gotenkrone (Hochzeitskrone) oder die Totenkrone, die ein unverheiratetes verstorbenes Mädchen auf den Sarg bekam.
- Foto - Christkind in Hiltersklingen im Mossautal mit Strohhut, Körbchen und Vorhangschleier
![]()

- Foto - Das Hullefrauchen trug über dem Kopf einen Sack, dessen Spitze schnabelähnlich ausgestopft war. Vermutlich war das Hullefrauchen ein Vorläufer der Christkindgestalt. Im Odenwald für Weiten-Gesäß bei Michelstadt belegt.
- Foto - Das Mehlweibchen gehörte zu den weihnachtlichen Frauengestalten, obwohl es öfter von Jungen dargestellt wurde. Der Name kommt vom eingemehlten Gesicht. Zuerst wurde das Gesicht angefeuchtet und dann wurde in eine Schüssel mit Mehl geblasen. Es war weiß gekleidet und hatte meistens zwei Kochlöffel in der Hand. Das Mehlweibchen klapperte damit, drohte, schlug Kinder und Erwachsene. Es ging gebückt und war im Gegensatz zum Christkind bösartig und deshalb von den Kindern sehr gefürchtet. Belegt für Ellenbach und Erlenbach bei Fürth; Knoden im Lautertal; Glattbach und Schlierbach bei Lindenfels; Hüttenthal im Mossautal.
